Die Arbeitgemeinschaft der Ortsvereine Kriegshaber
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Kriegshaber
Die beiden Parteien CSU und SPD in Kriegshaber
Die Freiwillige Feuerwehr Kriegshaber
Männergesangverein „Liedertafel“
Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Kriegshaber
Sanitätskolonne Il Augsburg-Kriegshaber
2010 wurden folgende Vereine neu aufgenommen:
„Förderverein Volksschule Augsburg-Kriegshaber“
die Evangelische Sozialstation Pfersee-Kriegshaber
„Förderverein Jugendfarm im Augsburger Westen“
Am 21.8.1905 lud Herr Andreas Müller die Bürger der Gemeinde zu einer Versammlung betreffs Gründung eines Sparvereins ein.
34 konnte er überzeugen, wie nützlich ein Sparverein sein kann. Die Mitgliederzahl wuchs und die Ein- und Auszahlungen brachten viele gute Ergebnisse.
Infolge der Inflation wurden 1923 die Gelder an die Mitglieder ausbezahlt und die Vereinstätigkeit eingestellt.
1924 regte sich wieder der Sparwille und es gab einen Neubeginn. Jedoch wirkte sich die allmählich beginnende Arbeitslosigkeit sehr nachteilig auf das Sparbewußtsein aus und viele Mitglieder traten aus. Nach 1933 nahmen Mitglieder und Spareinlagen wieder zu.
Im Jahre 1944 sah sich die Vereinsleitung
wieder gezwungen die Gelder auszuzahlen und die Tätigkeit erneut einzustellen.
1948 war das schwerste Jahr. Aus der Kasse
war kein Geld greifbar und es sollten nach der Währungsreform zwei
Sterbefälle ausbezahlt werden. Der damalige Vorstand Xaver Scharpf
ging von Haus zu Haus um von den Mitgliedern Beiträge einzukassieren,
damit die beiden Sterbefälle mit je DM 200,— ausbezahlt werden konnten.
Erst 1950 wurde der Sparverein zu neuem und konstantem Leben erweckt. 1955 wurden der Sparverein und die Sterbeunterstützungskasse vereinigt, eine neue Satzung erstellt und viel geworben.
1965 feierte der Verein mit bereits 800 Mitgliedern sein 60-jähriges Bestehen. Durch umsichlige Geldanlagen konnten höhere Zinsen für die Einlagen gewährt werden.
1971 wurde Georg Weichselbaumer Vereinsvorsitzender. Der Krankenunterstützungsverein Kriegshaber wurde in den Sparverein übernommen. Mit über 2.000 Mitgliedern konnte der Verein 1995 sein 90-jähriges Bestehen mit einer würdigen Festveranstaltung im Pfarrheim feiern.
Mit dieser Mitgliederzahl ist der Allgemeine Sparverein der größte Verein im Stadtteil Kriegshaber und kann wohl kaum von einem anderen Ortsverein eingeholt werden.
Im Jahre 1957 faßte der heutige Ehrenvorsitzende der Soldatenkameradschaft, Andreas Jaser, den Gedanken, alle Vorsitzende der hiesigen Ortsvereine zu einem Gespräch einzuladen, um mit ihnen über eine engere Zusammenarbeit innerhalb des Stadtteils zu diskutieren.
Diese Gesprächsrunde wurde dann zu einem festen Bestandteil im Vereinsleben Kriegshaber. Man gab sich den umfassenden Namen „Arbeitsgemeinschaft“ und Andreas Jaser übernahm die Leitung.
In der Herbstsitzung 1976 war es dann der Wunsch Jasers, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Es wurde hierzu der 1. Vorsitzende des TSV Krigshabers vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
Er machte sich zur Aufgabe, die Vereine des Stadtteils noch fester aneinander zu binden, so daß man die ArGe als lokalen Dachverband betrachten kann.
Außerdem ging Merchlowski noch einen
Schritt weiter und ließ die Öffentlichkeitsarbeit in das ArGe
Programm einfließen. Es wurden gezielte Kontakte zur Stadtverwaltung
hergestellt, um Wünsche und Anliegen der Kriegshaber Bürger dort
intensiver vortragen zu können.
Da wir politisch und konfessionell neutral
sind, wird die ArGe stets ihrer Bedeutung entsprechend auch beachtet.
Durch die Veranstaltung von Stadtteil-Bürgerfesten sind wir auch über Kriegshaber hinaus sehr bekanntgeworden und dies soll auch ein fester Punkt im Jahresprogramm bleiben. So auch heuer am Samstag, den 6. Juli wieder im Schulhof an der Ulmerstraße.
17 Ortsvereine und Organisationen sind in dieser Arbeitsgemeinschaft lose integriert und trotzdem besteht eine sehr gute Zusammenarbeit, wofür sich die ArGe Vorstandschaft bestens bedankt.
Auf eigenen Wunsch schied vor etwa zwei Jahren Michael Thalhofer als 2. Vorsitzender aus. Für ihn konnte der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Stefan Portenlänger gewonnen werden. Und ein zuverlässiger Schriftführer ist Hubert Hauke von der Sanitätskolonne Kriegshaber.
Wir wünschen auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit allen Bürgern unseres Stadtteiles Kriegshaber.
Richard Merchlowski, Vors.
Die Arbeiterwohlfahrt zählt mit ihren vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, zu den sechs anerkannten Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. 1919 von der damaligen Reichstagsabgeordneten Maria Juchucs gegründet, fand sie bald Nachahmer. So auch in Augsburg im Genossen Clemens Högg. Bis 1933 war er der hiesige Bereichsvorsitzende. Er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Bergen-Belsen ermordet. Nach Ende des 2. Weltkrieges 1945 wurden folgende Einrichtungen integriert: Mobiler Hilfsdienst, Müttergenesung, Kindererholung usw. Die Mitgliederzahlen wuchsen und so wurden verschiedene Aufgabenbereiche in die Stadtteile verlegt. 1964 entstand der Ortsverein Kriegshaber unter dem Vorsitz von Ernst Thoma. Die Begegnungsstätte Zollhaus ist zusammen mit den zwei Altenclubs Vereinslokal.
Langjährige Vorsitzende waren Max
Lottes und Edgar Hofmann. Seit deren Ableben ist Erwin Gänster 1.Vorsitzender.
Die CSU ist, wenn man zurückrecherchiert, gewissermaßen eine Nachfolgepartei der Bayerischen Volkspartei, die im Bayerischen Landtag stark vertreten war und nach 1933 verboten wurde.
Die Nähe zu den Konfessionen war stets spürbar, so daß in der heutigen CSU (C für christlich) dieses Gedankengut weitergeführt wird.
Der Ortsverband Kriegshaber wurde Ende der 40er Jahre von Herrn Martin Bergthaler ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren auch Alois Kraus und Franz Gerner sen. Von 1958 bis 1982 stand Stadtrat Rudolf Hanke als Vorsitzender zur Stelle. Ihm folgten Maximilian Kraus und Hans-Jörg Drexl.
Inzwischen hat Werner Tochtermann die Führung übernommen.
Da er auf einem guten Listenplatz ein Stadtratsmandat anstrebt, ist sein Einsatz für die Belange des Stadtteiles besonders wichtig.
Ratsherrn waren vor ihm schon Herr Gukelweid und Herr Dr. Schenkel.
Die SPD wurde im Jahre 1903 als Ortsverein von den Arbeitern Karl Spengler, Josef Britsch und Donaki Schuster im Gasthaus Schwarzer Adler“ als Sozialdemokratischer Verein Kriegshaber gegründet.
Karl Spengler übernahm den Vorsitz. 1928 wurde im "Heimgarten“ das 25-jährige Jubiläum mit Fahnenweihe gefeiert.
Nach der Machtergreifung Hitlers wurden 1933 alle Parteien verboten. So auch die SPD. Ja es kam noch schlimmer. Viele von der sozialistischen Idee überzeugten Genossen, wurden in die Konzentrationslager verbannt, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet. Bebo Wager war einer dieser Parteigenossen, der sein Leben auf diese Weise verlor. 1945 wurde Hans Kramer Ortsvereinsvorsitzender und kam auch wieder in den Augsburger Stadtrat. Weitere SPD Stadträte für Kriegshaber waren und sind Anton Storr, wohl der bekannteste, Marianne Wager, Frau Annedore Berg und Herr Sieghard Schramm. Der jetzige Vorsitzende des Ortsvereins, Stefan Portenlänger und Frau Wager streben zur Kommunalwahl, ebenfalls auf guten Listenplätzen, Stadtratsmandate an. Sehr aktive Vorsitzende in der Veretnsgeschichte waren auch die Genossen Anton Storr, Gert Hertle, Helmut Wager, Werner Linsenmeyer und Edgar Hofmann.
Vereinslokal ist das Zollhaus.
Die erstmalige Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war im Jahre 1874. Sie bestand damals aus 148 aktiven Wehrmännern und 100 passiven Mitgliedern. Am 01.09.39 wurde sie der Luftschutzfeuerwehr zugeteilt. Nach Kriegsende 1945 löste sich die FF Kriegshaber auf, weil keine Fahrzeuge, keine Ausrüstung mehr vorhanden war und auch keine Löschmänner. Das 5o-jährige Bestehen wurde 1924 noch mit Fackelzug, Schauübung und großem Feuerwerk abgehalten. Der größte Brand, der in Kriegshaber zu bekämpfen war, entstand im Mai 1933 im Sägewerk Scheffler. (Am heutigen Zusmarshauser Weg)
Nach Verlegung der Hauptwache der Berufsfeuerwehr an die Berliner Allee, forderte die Regierung von Schwaben freiwillige Wehren für die westlichen Stadtgebiete. Dies führte 1976 zur Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Kriegshaber.
Thomas Neher war der Mann der „ersten Stunde“ bei der neuen Wehr. Bis zur Übernahme des alten Feuerwehrhauses an der Ulmerstraße, erfolgte die Ausbildung in der Hauptfeuerwache.
Die noch zahlenmäßig kleinere Gruppe wurde von Kommandant Heinz Altstetter ab Juli 1977 betreut. 1978 wurde unter reger Beteiligung der Bevölkerung nach 43 Jahren erstmals wieder ein Maibaum aufgestellt.
Großes Lob ernteten die Wehrmänner als sie in intensiver Eigenleistung im Mai 1980 das Feuerwehrhaus renovierten und von der Geistlichkeit einweihen lassen konnten.
Kleinere Brände in der Umgebung, so Schwelbrände im Zentralklinikum oder in den Amisiedlungen, sowie vor allem Brandwachen, gehören längst zum Alttag.
Am 16. März 1985 konnte die Feuerwehr nur fünf Fahrzeugen beim inzwischen zum Ehrenvorsitzenden avancierten Thomas Neher vorfahren und ihm zum 80. Geburtstag gratulieren.
Entsprechende Resonanz fand auch die Aufstellung eines Christbaumes für alle 1981. Ebenso waren die Bürger für einen Maibaum dankbar. Und die Geselligkeit wurde innerhalb des Vereins auch hochgehalten. Es gab Ausflüge, Fahrradrallys, Weihnachtsfeiern und Kameradschaftsabende. Durch die Übernahme neuer Fahrzeuge wurde das alte Feuerwehrhaus zu klein und man strebte ein neues Domizil an.
Endlich, nachdem die Amerikaner die Flakkaseme geräumt hatten, ergaben sich dort neue Räume. Sie konnten 1995 unter dem Vorsitz von Bernd Jäger und Kommandanten Kurt Griebel eingeweiht werden. Fleißige Helfer sind die Wehrmänner alljährlich auch beim Stadtteil Bürgerfest der ArGe.
Am 12. November 1986 lud der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege, Herr Grün, zu einer Gründungsversanmlung in das Nebenzimmer der alten TSV Turnhalle ein.
Mit 19 Personen wurde an diesem Abend der Gartenbauverein Kriegshaber ins Leben gerufen.
Diesen noch jungen Verein hat bis zu seiner konstituierenden Sitzung Herr Grün geleitet, die am 27.4.1987 stattfand.
Die anwesenden Mitglieder wählten
folgenden Personenkreis zu ihrer Vorstandschaft
| 1. Vorsitzende Frau Gottschall | |
| 2. Vorsitzender Herr Engelhard | |
| 1. Kassenleiter Herr Seitz | |
| 2. Kassenleiter Herr Buhl | |
| 1. Schriftführer Herr Gumpinger | |
| Revisoren Herr Merchlowski - Herr Dred | |
| Beisitzer Herr Storr und Herr Saite |
Bei den laut Satzung erfolgten Neuwahlen nach vier Jahren, ergab nach Ausscheiden von Herrn Gumpinger und Frau Gottschall die Abstimmung folgende neue Vereinsleitung: 1. Vorsitzender Herr Engelhard, 2. Vors. Herr Behringer, 1. Kassier Herr Seitz, Stellvertreter Herr Buhl, 1. Schriftführer Herr Berchtenbreiter, Stellvertr. Frau Gottschall, Beisitzer Herr Kohlwagen und Herr Karl.
Ein reichhaltiges Jahresprogramm wird den
Mitgliedern geboten:
Dia-Serien über Blumenschmuck, Fachvorträge
von guten Referenten, das Erlernen von Aventsgesteckerstellung, Fahrten
und Begehungen zu Sonderschauen und auch gesellige Abende.
Unser Obst- und Gartenbauverein sieht seine
Aufgabe darin, für Umwelt- und Naturschutz einzutreten.
Zu diesem Programm müßte eigentlich
jeder hier ansässige Garten- und Blumenliebhaber stehen und Mitglied
des Gatenbauvereins werden. Die Vorstandschaft wird heuer im Herbst mit
den zur Zeit 51 Mitgliedern in schlichten Rahmen das 10-jährige Bestehen
feiern.
Altkriegshaber und Neukriegshaber haben jeweils eine eigene Gruppe unter dem Namen Katholische Arbeitnehrnerbewegung, kurz K A B.
Dies sind Aktionsgsmeinschaften von Frauen und Männern, mit dem Ziel, als freie Vereinigung, Kirche in der Welt der Arbeit und Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche zu sein.
Der Gründungstag der Gruppe HI. Dreifaltigkeit reicht bis in das vorige Jahrhundert zurück, 1892 waren Herr Xaver Unold 1. Vorstand und H.H. Pfarrer Marxer Präses.
Nach 1933 erfolgte das Verbot der Katholischen Vereine insgesamt. Nach Ende des 2. Weltkrieges gab Herr Andreas Straub die Impulse für einen Wiederbeginn in Hl. Dreifaltigkeit. Herr Alfred Huber ist der derzeitige Vorsitzende und Herr Stadtpfarrer Johannes Rauch der Präses. Auch für die bestehende Frauenvereinigung.
Am 17.2.1976 kamen in der Pfarrei St. Thaddäus wohnende Mitglieder einer Aktionsgemeinschaft überein, die Gründung einer eigenen Gruppe KAB vorzunehmen. Herr Rudolf Hanke erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen, ebenso wurde Stadtpfarrer Herbert Mayr als Präses gewonnen.
Herr Rudolf Hanke auch nach 20 Jahren noch Vorsitzender, brachte seine reiche Erfahrung als langjähriges Mitglied der Christlichen Arbeiterjugend und Beschäftigter bei der Landesversicherungsanstalt Schwaben ins Vereinsleben, wodurch das soziale Gedankengut besonders Anklang fand. Ebenso natürlich kam der Vereinsführung sein ehrenamtliches Stadtratsmandat zu Gute.
Beide Arbeitnehmerbewegungen sind sehr aktiv und haben ausgewogene Jahresprogramme.
Wer Neigung hat zur Mitgliedschaft, die Aufnahmemöglichkeiten sind in den jeweiligen Pfarrämtern zu erfahren.
Als Adolph Kolping vor 150 Jahren anfing, Lehrlinge, Gesellen, Handwerker und Arbeiter zusammenzurufen, ging es ihm um ein neues Bewußtsein für diese jungen Menschen. Das Gemeinschaftsleben, der spätere Verein, sollte ihnen helfen, ihre eigene Würde zu erkennen, damit sie in Familie und Beruf, in Gesellschaft und Kirche ihren Platz finden.
Am 4. Mai 1913 wurde der Katholische Gesellenverein
Kriegshaber gegründet. Er ging aus dem bereits bestehenden Arbeiterverein
hervor.
Die Vereinsführung war von Anfang
an bemüht, die Ziele Kolpings zu verwirklichen. Theaterstücke,
Weihnachtsspiele und Vorträge sind die Schwerpunkte im Programm des
Vereins.
1923: Inflation und Arbeitslosigkeit machen dem Verein zu schaffen.
1933: Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geht auch der Gesellenverein schweren Zeiten entgegen. Laut Anordnung der politischen Polizei werden sämtliche Veranstaltungen bis auf weiteres verboten.
1946: Neugründung des Gesellenvereins, der sich nun Kolpingsfamille nennt.
Seit dieser Zeit vollzog sich ein Wandel, bis hin zur Familie. Dadurch wird der familiäre Charakter der Kolpingsfamilie zum Ausdruck gebracht.
Erwin Schwab leitete 23 Jahre (1971-1994) die Kolpingsfamilie und seit 1995 führt Kurt Mießl die Ziele Adolph Kolpings weiter. Um diese Ziele umzusetzen und letztlich zu erreichen, bedarf es unseres konkreten Tuns.
"Froh und glücklich machen, trösten
und erfreuen ist im Grunde doch das Glücklichste und Beste was der
Mensch auf dieser Welt ausrichten kann." Adolph Kolping
Der MGV Liedertafel Kriegshaber wurde am 13. Oktober 1921 in der damaligen Gerstmayer‘schen Gastwirtschaft gegründet. Kein leichtes Unterfangen, zumal schon die Gesangvereine ‚Liederkranz‘, Gesangverein von 1862 und GV ‚Cäcilia‘ bestanden haben.
Trotzdem wurde das Vereinleben aufgenommen, entsprechend dem Sängergelöbnis, ‚Unserem Worte treu, im Gesange frei, stark in der Einigkeit, fröhlich allezeit!‘
Politisch und konfessionell neutral, hatte man ein gutes Verhältnis zu den anderen Vereinen. 1922 wurde man Mitglied des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes im Deutschen Sängerbund. Zusammenschlüsse mit anderen hiesigen Gesangvereinen waren nie von langer Dauer. Die ersten großen Ereignisse waren eine Gründungsfeier im Saalbau ‚Drei Rosen‘ und die Weihe der im Kloster Maria Stern gefertigten ersten Vereinsfahne.
Nach dem 2. Weltkrieg und Aufhebung der Verbote von Körperschaften durfte das Vereinsleben wieder aufgenommen werden. Die Liedertafel erlebte einen enormen Aufschwung unter der Vereinsführung von Johann Eichele und Choileiter Reinhard Heider, der dieses Amt 25 Jahre innehatte. Unvergessen sind hier in Kriegshaber die Weihnachtsfeiem, die Faschingsbälle und Jubiläen, die vom Chor gesanglich umrahmt wurden.
Man besuchte viele große Sängerfeste und die Geselligkeit wurde stets groß geschrieben. Leider sind inzwischen schon sehr viele der ‚Treuesten‘ verstorben, so daß es etwas ruhiger geworden ist im Verein. Aber der ebenfalls langjährige 1. Vorsitzende Anton Eisele und seine jungen Chorleiter haben stets versucht, das Beste daraus zu machen.
So wurden nach wie vor die Morgenfeier am Volkstrauertag und das Weihnachtssingen am Heiligen Abend auf dem Friedhof weiterhin gesanglich gestaltet. Beide Einsätze verdienen besonderen Dank und die Bevölkerung möchte sie nicht mehr vermissen.
Inzwischen gab es einen Führungswechsel. Alfred Schreiber ist nun 1. Vorsitzender und Josef Grimminger Chorleiter. Beide in der Liedertafel großgeworden, sind sie bestrebt, die gute Tradition des Vereins fortzusetzen, wozu die anderen Ortsvereine viel Glück wünschen.
Dieser Verein wurde im Jahre 1908 gegründet Beim 15-jährigen Jubiläum, 1923, wurde die Standarte geweiht die heute noch geführt wird. Es gab damals zweierlei Verbände, die als Dachorganisationen fungierten. Die eine war die der "Bürgerlichen“, die andere die der "Freien“. Bis zum Verbot im Jahre 1933 waren die Vereine der Solidarität auch in Österreich verbreitet und waren sehr erfolgreich in vielen Radsportarten.
Am 1. Juni 1954 wurde die Solidarität Kriegshaber neu gegründet. Vinzenz Nothelfer, der spätere Ehrenvorsitzende, übernahm die Vereinsleitung. Auch Anton Dormayr war damals ein Mann der ersten Stunde. Zwischen 1956 und 1960 hatte der Ortsverein Kriegshaber in Hans Siegner und Reinhold Stieglmeier zwei Kunstradfahrer der Extraklasse. Sie wurden mehrmals Bayerische Meister und schnitten auch bei Deutschen Meisterschaften erfolgreich ab.
1958 wurde das 50-jährige Bestehen des Vereins gefeiert, mit einem FestzeIt auf dem Sportplatz des TSV Kriegshaber an der Markgrafenstraße. Als besondere Gäste waren 40 Blasmusiker aus Judenburg in der Steiermark am Fest beteiligt. Das damals sportliche Programm war mit kunstradfahren, reigenfahren und Rollkunstlauf ausgezeichnet organisiert. Im Jahre 1981 übergab dann Vinzenz Nothelfer, nach 27-jährige Amtszeit, die Vorstandschaft in jüngere Hände.
Josef Hofmann wurde 1. Vorsitzender. Am 1. Oktober 1983 feierte der Verein das 75-jährige Jubiläum mit einem großen Festabend im Pfarrheim HI. Dreifaltigkeit. Ein großes Volksradfahren durch die westlichen Wälder trug zum sportlichen Teil bei.
Die derzeitigen Aktivitäten des Vereins bestehen aus der Pflege des Breitensports und der gemeinsamen Freizeitgestaltung, wie Hüttenleben, Grillfeste und kulturellen Veranstaltungen.
Weihnachtsfeiern mit sehr familiären Programmen sind jedes Jahr ein gewisser Höhepunkt im Jahresablauf.
Mit Veranstaltungen, wie Geschicklichkeitsfahren wird auch der sportliche Bereich von Zeit zu Zeit wieder belebt.
Bereits im Jahre 1901 wurde der Sanitätszug Kriegshaber von den in Kriegshaber ansässigen Bürgern Benedikt Baumann, Ludwig Brummer, Johann Hirle, Georg Mack und Martin Mayer gegründet.
Das Gedankengut des Gründers des Roten Kreuzes, Henry Dunant war ausschlaggebend für die Gründung dieses Sanitätszuges.
Die Hauptaufgaben bestehen heute darin, junge Menschen in Erste Hilfe Kurse auszubilden, damit sie in der Lage sind, bei Unfällen Hilfe zu leisten.
Von der Gründerzeit bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte Herr Sanitätsrat Dr. med. Sand die ärztliche Betreuung und Zugführer waren Ludwig Brummer, Benedikt Baumann und der jüdische Mitbürger Moritz Einstein. Während seiner Vereinsführung erlebte der Verein eine Blütezeit. Durch großzügige finanzielle Unterstützung und kameradschaftliche Verbundenheit, erhöhte sich die Zugstärke von 31 auf 48 aktive Kameraden. Leider mußte Einstein 1933 sein Amt aufgeben. Als der 2. Weltkrieg begann, wurde fast der gesamte Zug zu den Waffen gerufen. Kamerad Wollenschläger übernahm den Rest des Zuges. Im September 1947 durfte, von der Besatzungsmacht erlaubt, mit dem Wiederaulbau begonnen werden.
Hans Britsch, Martin Haar, Josef Schmid und Clemens Unger machten die ersten „Wiederbelebungsversuche“.
Dr. med. Wilhelm Heydrich wurde Zugarzt und gab dem Verein neue Impulse. Am 3.6.1951 konnte in der ‚Kaiserlinde‘ das 50-jährige Bestehen gefeiert werden. Das 60-jährige Jubiläum wurde dann schon in größerem Rahmen im NCR-Saal gefeiert. In diesem Jubelfahr wurde der Zug vom Kreisverband zur Freiwilligen Sanitätskolonne II erhoben.
1976 wurde unter Gerhard Zinnecker im Pfarrsaal das 75-jährige Gründungsfest gefeiert.
Die heutigen Aktivitäten sind überwiegend Wachdienste bei Sportveranstaltungen, im Stadttheater, bei Ausstellungen und Volksfesten. Auch bei kirchlichen und Vereinsveranstaltungen sind unsere Rotkreuz Frauen und Männer immer einsatzbereit.
Unter Kolonnenführung von Peter Felber, der ganz in die Fußstapfen seines ehemals sehr aktiven Vaters Hermann Felber getreten ist, konnte 1991 zum 90-jährigen Jubiläum ein schmuckes Vereinsheim in der Oberen Osterfeldstraße eingeweiht werden.